Mittel- & Oberstufe | 8. bis 13. Klasse

Unsere Kunst-Module laden Jugendliche zur kritischen Reflexion ein, eröffnen neue Blickwinkel und stärken die eigene Medien- sowie Gestaltungskompetenz.

Modul 10

Richard Hamilton 

 

Rothenburg als Spiegel der Konsumkultur

Modul 11

Hans Arp

 

Organische Formen im historischen Raum

Modul 12

Pittoreske Stadtbilder

 

neu gedacht – Spiegelungen als künstlerisches Medium

Modul 10 - Richard Hamilton

Rothenburgs als Spiegel der Konsumkultur

Wie verändert sich der Blick auf eine historische Stadt, wenn wir sie durch die Linse von Werbung, Medien und Konsum betrachten?

 

In diesem Workshop setzen sich Jugendliche kritisch und kreativ mit ihrer Umwelt auseinander – inspiriert von Richard Hamilton, einem der wichtigsten Pop-Art-Pioniere.

Was deine Klasse erlebt

 

Teil 1 – Collage als Gesellschaftsspiegel:

Wir tauchen ein in die Welt von Richard Hamilton und die Entstehung der Pop Art. Die Jugendlichen erfahren, wie Künstler Alltagsobjekte, Werbebilder und Popkultur nutzten, um die moderne Konsumgesellschaft ironisch zu kommentieren.

 

Teil 2 – Rothenburg neu zusammengesetzt: 

Mit historischen und aktuellen Fotos der Altstadt sowie Magazinen, Werbeprospekten und Zeitungsausschnitten gestalten die Schüler*innen eine vielschichtige Collage. Die idyllische Altstadt wird bewusst gebrochen und mit Symbolen der heutigen Medienwelt konfrontiert. Grafische Details werden anschließend weiter ausgearbeitet.

 

 

Gut zu wissen

  • Schlechtwetter-Plan: komplett innen möglich
  • LehrplanPLUS & Montessori:
    • Medien & Konsum
    • Bildwelten
    • Montage & Collage
    • kritische Auseinandersetzung mit Umwelt & Medien
    • freie Materialwahl

Modul 11 - Hans Arp

Organische Formen im historischen Raum

Wie wirken weiche, biomorphe Formen inmitten der klaren Architektur Rothenburgs?

 

In diesem Workshop erforschen Jugendliche das Zusammenspiel von Natur, Abstraktion und urbanem Raum und gestalten eigene Plastiken im Stil von Hans Arp.

Was deine Klasse erlebt

 

Teil 1 – Plastizieren ohne Druck:

Wir starten mit einem haptischen Experiment: Die Jugendlichen formen aus Modelliermasse zunächst eine Kugel und verwandeln diese blind in einen individuellen Handschmeichler. Durch das Fühlen und Ertasten entstehen organische Urformen ganz ohne Leistungsdruck. Anschließend werden die Plastiken finalisiert mit bronzener Acrylfarbe und optional auf einen Sockel gestellt.

 

Teil 2 – Die gefaltete Stadt: 

Mit Papier und Kopien bauen die Schüler*innen gemeinsam ein dreidimensionales Diorama des Rothenburger Marktplatzes.

 

Teil 3 – Inszenierung & Fotografie: 

Die biomorphe Plastik wird im Diorama platziert. Mit dem Smartphone fotografieren die Jugendlichen ihre Form so, dass sie wie eine monumentale Großplastik im Stadtraum wirkt. Perspektive, Maßstab und Bildausschnitt werden bewusst gesteuert und noch andere Tricks angewendet.

 

 

Gut zu wissen

 

  • Schlechtwetter‑Plan: komplett innen, also jederzeit durchführbar
  • LehrplanPLUS & Montessori:
    • Dreidimensionales Gestalten
    • Bild & Raum,
    • Fotografie
    • haptisches Lernen & Raumkonstruktion
    • selbstbestimmte Inszenierung

Modul 12 - Pittoreske Stadtbilder

Spiegelungen als künstlerisches Medium

Warum wurde Rothenburg im 19. Jahrhundert weltberühmt? Und wie beeinflusst ein Spiegel unsere Wahrnehmung von Landschaft und Architektur?

 

In diesem Workshop erkunden Jugendliche die Ursprünge des Tourismus und inszenieren die Altstadt mit Spiegelfliesen und Smartphones völlig neu.

Was deine Klasse erlebt

 

Teil 1 – Der analoge Vorläufer des Instagram-Filters:

Wir reisen in die Zeit des Claude-Glases, eines dunklen, gewölbten Spiegels, mit dem Künstler der Romantik Landschaften betrachteten. Die Jugendlichen erfahren, warum man der Natur den Rücken zukehrte, um sie im Spiegel „bildschön“ zu sehen – und wie Rothenburg dadurch zum pittoresken Sehnsuchtsort wurde.

 

Teil 2 – Foto-Safari mit Spiegel:

Mit Spiegelfliesen und Smartphones geht es hinaus in die Altstadt. Die Jugendlichen kippen, stellen oder legen die Spiegel an Mauern, Pflaster oder Fachwerk. So entstehen ungewöhnliche Perspektiven, doppelte Räume und neue Blickwinkel – eine analoge Bildmanipulation mitten im Stadtraum.

 

Teil 3 – Auswahl & Reflexion: 

Im Workshopraum wählen die Schüler*innen ihre stärkste Aufnahme aus und reflektieren, wie Spiegelungen die Wahrnehmung verändern. Sie vergleichen historische Sehgewohnheiten mit heutigen Social-Media-Ästhetiken.

 

 

Gut zu wissen

 

  • Schlechtwetter‑Plan: Wir nutzen das Rathausgewölbe oder die überdachten Wehrgänge der Stadtmauer.
  • LehrplanPLUS & Montessori:
    • Fotografie, experimentelle Medien, Romantik, Landschaftsmalerei
    • bewusste Bildgestaltung, Perspektive, Kontrast
    • entschleunigte Wahrnehmung & freie Wahl des Bildausschnitts

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